Der Ausgangspunkt der aktuellen Subprimekrise war eine Falschbewertung eines kleinen Teils des US-Immobilienmarktes. Kleine Ursache, große Wirkung. Teilweise schlechtes bzw. unzureichendes Risikomanagement in der gesamten Finanzbranche hat mit dazu beigetragen, dass sich die US-Immobilienkrise verschärfen und scheinbar grenzenlos ausbreiten und damit eine gesamte Branche erschüttern konnte. Milliardenschwere Abschreibungen sind die Folge. Auch hier scheint das Ende noch lange nicht erreicht zu sein.
Hat das heutige Risikomanagement versagt?
Durch die bisherige Silostruktur in der Darstellung der Kennzahlen werden Risiken oft nicht erkannt, da die Wechselwirkungen nicht immer transparent erscheinen. Offensichtlich fehlt den Unternehmen hier der Durchblick.
Vor dem Hintergrund der Zwänge des sog. Shareholder Value vergessen viele Banken die unterschiedlichen Stakeholder in eine effiziente Risikobetrachtung einzubinden. Unzählige Datenanforderungen zu den oft gleichen Sachverhalten lähmen die Betrachtung der zur Verfügung stehenden Daten. Dies führt dazu, dass die vorhandenen Daten mit erheblichem Zeitaufwand aufbereitet, konsolidiert und überprüft werden und damit wenig Zeit bleibt, die Daten zu interpretieren und notwendige Steuerungsimpulse abzuleiten. „Der Wald wird vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen“.
Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass die bisherigen Steuerungsmodelle und Reports für das Management nicht immer verständlich sind. Aufgrund der dann fehlenden Akzeptanz werden Entscheidungen oftmals aus dem Bauch heraus getroffen.
Die Hauptaufgabe der nächsten Jahre wird es sein, in entsprechende IT-Technologien zur Verbesserung und Vereinheitlichung der Datenhaushalte zu investieren und die betrieblichen Risiken stärker in eine Gesamtbankbetrachtung einzubeziehen. Ein Outsourcing von Aufgaben der Risikosteuerung kommt aus unserer Sicht, auch vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen (§25 a KWG), nicht in Betracht.
Die regulatorischen Anforderungen und damit auch die Anforderungen an eine interne Banksteuerung werden immer komplexer. Die zur Verfügung stehenden Kennzahlen stehen in direkter Abhängigkeit zueinander und müssen auch mit dieser Abhängigkeit betrachtet werden.
Vor dem Hintergrund zunehmender Komplexität der Märkte und Produkte stellt sich demnach die Frage, ob die eingesetzten Modelle und Reportingsysteme dem Management tatsächlich die Fakten liefern, die modernes Risikomanagement heute benötigt.
Im Rahmen dieser Anforderungen entwickelte die agens Consulting ein anwenderfreundliches Cockpit für die Geschäftsfeld- und Gesamtbanksteuerung. Das Steuerungs-Cockpit ist als Modul-Lösung flexibel einsetzbar.
Informationen für das Management werden überschaubar aufbereitet und können in Ursache und Wirkung leicht nachvollzogen werden. Simulationsmöglichkeiten erlauben kurzfristige Entscheidungen, selbst noch während einer Management-Sitzung.